FACHZENTRUM FÜR HALS-NASEN-OHRENHEILKUNDE
Diagnosen

Vestibularisschwannom/ Akustikusneurinom

Hierbei handelt es sich um einen gutartigen Tumor, welcher meistens von einem Teil des Gleichgewichtsnervs ausgeht. Durch den gemeinsamen Verlauf im engen, knöchernen Gehörgang wird aber häufig das Gehör beschädigt. Zu den Symptomen zählen Tinnitus, Hörminderung und Schwindelbeschwerden, selten auch Hörsturz, Gefühlsstörungen im Gesicht, Kopfschmerzen oder eine Gesichtsnervenlähmung.

Der „Goldstandard“ in der Diagnose ist das Kernspintomogramm (MRT). Heute sind drei "Therapieverfahren" üblich:

  1. Sogenanntes "wait and scan": Ohne Therapie wird lediglich in (6-12monatlichen) regelmäßigem Intervall eine MRT ausgeführt und die Größe des Tumors (leider meistens nur in der Längsachse) im Verlauf beurteilt.
  2. Operatives Vorgehen hier kommen verschiedene Operationstechniken, abhängig von Tumorgröße und Funktionsstörungen zur Anwendung
  3. Strahlentherapie existiert ebenfalls in verschiedenen technischen Realisierungen, teils als Einzelbehandlung (zB Gammaknife) oder in mehreren Sitzungen (fraktionierte Radiotherapie).

Die Entscheidung für das Vorgehen ist individuell zu treffen, dabei spielen die Wünsche des Betroffenen eine wesentliche Rolle. Jedes der genannten Verfahren hat individuelle Vor- und Nachteile, die jeweils abhängig von der Gesamtkonstellation (u.a. Tumorgröße und -formation, Funktionsverlust und Verlauf der Funktionsstörungen, Wachstumsbeobachtungen, allgemeine Faktoren wie Alter, Grunderkrankungen etc.) sorgfältig abgewogen werden wollen. 

Kleine und mittelgroße Tumore können dabei auf otoneurochirurgischem Weg, größere Tumore am Besten in Zusammenarbeit von Neurochirurg und spezialisiertem HNO-Chirurg ("Schädelbasischirurgie") erfolgen. Auf derartige Eingriffe ist Prof. Wolf spezialisiert und führt diese mit den jeweiligen Teams an den Universitätsklinken in Regensburg und München-Großhadern durch.